Operation 1 Norwood


Erster operativer Schritt (Norwood-Operation)
 die Anatomie des Herzfehlers. Das sauerstoffverbrauchte Blut der oberen und unteren Hohlvene fließt zusammen mit dem sauerstoffreichen Blut aus den Lungenvenen in eine gemeinsame Herzkammer und mischt sich dort (im Normalfall gibt es zwei Herzkammern). Eine Kammer pumpt das sauerstoffverbrauchte Blut in die Lungenschlagader und die andere Kammer das sauerstoffreiche Blut in die Hauptschlagader. Über den Stamm der Lungenschlagader (SL) fließt das Blut in die Lunge und über den persistierenden Ductus arteriosus (PDA) in die eine völlig verkümmerte Hauptschlagader. Im Normalfall schließt sich der PDA nach Geburt. Für diese Kinder ist der PDA lebensnotwendig, so dass mit Medikamenten der Verschluss verhindert werden muss. Zusätzlich besteht bei den Kindern eine Verengung in der Hauptschlagader (ISTA).
Seit den späten achtziger Jahren wurde von Norwood die nach ihm benannte Operation eingeführt. Die Norwood-Operation hat zum Ziel, dass das sauerstoffverbrauchte Blut aus dem Körper ohne die fehlende pumpende Herzkammer in die Lunge fließt. Die Operation muss jedoch in drei Stufen durchgeführt werden, da die Lungengefäße das passiv fließende Blut im Säuglingsalter nicht aufnehmen können.
 
Um diese Volumen-Mehrarbeit zu verkraften, bedarf das Kind anschließend einer medikamentösen Unterstützung des Herzkreislaufsystems. Die Operation ist auch heute noch als risikoreich zu bezeichnen, da auch in sehr erfahrenen Zentren eine Sterblichkeit von ca. 15% zu beklagen ist.